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Sonntag, 6. Oktober 2013

[Rezension] "Endless Life - Der Weg des Unsterblichen" - Anne Lück

"Endless Life" ist ein toller Urban Fantasy-Roman, der den Leser direkt in eine andere Welt entführt.

 
Inhalt:
 
Noé hat einen besten Freund namens Azriel. Das wäre noch lange nichts Außergewöhnliches, wenn der Junge nicht ein Dämon wäre. Freundschaft und jeglicher Kontakt zwischen Dämonen und Menschen ist strikt untersagt und wird von den (fast) unsterblichen Wesen, die über die Menschen wachen und "Engel" genannt werden nicht toleriert und hart bestraft.
Nero ist ein ein solcher Engel und folglich der Feind von Azriel. Doch auch Nero hegt eine besondere Beziehung zu der 15-jährigen Noé, die den Krieg zwischen den beiden gar nicht so unterschiedlichen Wesen nicht verstehen kann. Noé gerät zwischen die Fronten und erlebt dabei so einiges...
 
 
Die Autorin:
 
Anne Lück, die Autorin dieses Romans, wurde 1991 in Sachsen-Anhalt geboren und befindet sich derzeitig in der Ausbildung zur Krankenschwester.
Der Debütroman "Endless Life" soll auch gleichzeitig der Auftakt zu einer Trilogie sein. Das junge Talent hat außer der Geschichte mit dem Arbeitstitel "Nora", an welcher sie gerade schreibt, auch noch andere Werke auf Lager, die nur darauf warten veröffentlicht zu werden.
 
Wer noch mehr über die sympathische Autorin wissen möchte, kann sich gerne auf ihrem Blog informieren. Dort gibt es übrigens auch eine Leseprobe zu diesem tollen Buch.
 
 
Mein Fazit:
 
Die Geschichte über das junge Mädchen Noé und ihre beiden Freunde ist eine ganz Besondere. Als mich Anne Lück gefragt hat, ob ich diesen Urban-Fantasy Roman lesen und rezensieren könnte, war ich schon sehr gespannt, was mich erwarten würde.
Der Roman hat mich wirklich positiv überrascht, da man als Debütroman ja die unterschiedlichsten Dinge, Kategorien und Sprachlevels geliefert bekommen kann.
 
"Endless Life" handelt von schillernden Charakteren, die dem Leser von Beginn an sympathisch sind und sehr authentisch handeln.
Der Roman beinhaltet außerdem einen spannenden Plot, der mich bis spät in die Nacht hinein wach gehalten hat, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es um Noé steht und wie die Geschichte wohl endet. Erst nachdem ich dreimal fast eingenickt wäre, habe ich beschlossen am nächsten Morgen weiter zu lesen.
Vor dem Frühstück wurde ich noch mit einem Ende belohnt, das den Roman wirklich schön abrundet. Anne Lück hat vor, eventuell eine Fortsetzung von "Endless Life" zu schreiben. Das wäre hinsichtlich der Geschichte nicht zwingend notwendig, da mit Abschluss des Buches alle dringenden Fragen, die sich dem Leser während der Lektüre stellen, auch beantwortet sind, aber als Liebhaberin von guten Geschichten kann ich nur sagen: Bitte, bitte, ich hätte wirklich gerne eine Fortsetzung zu diesem fantasievoll und schön verfassten Buch!
 
 
5 von 5 Herzen
 
 


Broschiert
Autor: Anne Lück
Originaltitel: Endless Life - Der Weg des Unsterblichen
Erschienen im: Oktober 2013
Preis: € 16,95
ISBN: 978-3956450006
Seiten: 384 
 
 
Vielen lieben Dank an die Autorin Anne Lück für die Bereitstellung des E-Books zur Rezension!

Sonntag, 1. September 2013

[Rezension] "Viejendalisk" - Flo Wandemberg

Dieser Roman ist der Auftakt zu einer Fantasy-Trilogie, der in der fiktiven Welt namens Viejendalisk spielt.



Inhalt:

Der junge Vlou soll in der Aristei seines Onkels Dalio als Lehrling seinen Unterhalt verdienen, was dem etwas widerspenstigen Burschen aber leider überhaupt nicht zusagt. Viel lieber würde er magische Heilkünste erlernen, was ihn dazu bewegt, von Zuhause fortzuziehen. In den Wäldern verirrt sich der junge Mann jedoch und findet schließlich die Unterkunft der alten Namaria, die ihn herzlichst bei ihr empfängt. Namaria beginnt sofort, Vlou in den Künsten der weißen Magie auszubilden. Alles könnte so schön sein, wäre da nicht eine dunkle und gefährliche Macht, die sich in Viejendalisk rasch auszubreiten droht.


Der Autor:

Flo Wandemberg, geboren 1981 in Kärnten, besuchte nach abgeschlossener Tischlerlehre eine Abendschule und begann danach Jus zu studieren. „Der Pakt um Nadim“ ist sein erstes Buch der mehrteiligen Serie von „Viejendalisk“.                                                                   Quelle: www.novumverlag.com


Meine Meinung:

Die Geschichte von Vlou ist ein interessanter Auftakt zu einer Fantasy-Trilogie, die den Leser ein wenig in eine "Herr der Ringe"-Stimmung versetzt.
Äußerst detaillierte Schilderungen der Umgebung und der Geschehnisse machen die Handlungen des Protagonisten nachvollziehbar und lebendig. Manchmal war es jedoch leider gar nicht so einfach, die vielen Namen der Charaktere und der Örtlichkeiten auseinander zu halten, obwohl der Autor wohlweislich liebevoll gezeichnete Karten und Stichwortverzeichnisse sowie Stammbäume in das Buch eingefügt hat.
Diese zur Orientierung gedachten "Tabellen" hatten jedoch auch manchmal leider zur Folge, dass man während einer Handlung wild im Roman umherblättern musste, um nochmal schnell nachzusehen, wie die Verwandtschaftsverhältnisse zwischen den Personen aussähen.

Bereits während des Lesens der ersten Kapitel hatte ich das Gefühl, dass Flo Wandemberg mit Vlou einen Charakter geschaffen hat, in dem er sich selbst ein wenig widerspiegelt. Ob dies der Wahrheit entspricht, kann ich jedoch nicht beurteilen.
Auffällig fand ich diesbezüglich nur, dass sich die Namen Flo und Vlou akustisch sehr ähneln und auch die beruflichen Komponenten des Autors und der Geschichte scheinen in manchen Dingen sehr ähnlich zu sein.

Was mich an dem Buch leider sehr gestört hat, waren die holprige Sprache und teilweise falsch benutzte Phrasen, die mir das Herz bluten ließen.
Alles in allem war die Geschichte nett zu lesen, manchmal ein wenig kompliziert aber auch ein wenig blass.

Gegen Ende nimmt die Geschichte doch noch an Fahrt auf, und endet in einem Cliffhanger, sodass man gerne wissen möchte, wie die Geschichte um Nadim, der erst in den letzten Kapiteln Erwähnung findet, weitergeht.

3 von 5 Herzen
 
Taschenbuch
Autor: Flo Wandemberg
Verlag: Novum
Originaltitel: Viejendalisk - Der Pakt um Nadim
Erschienen im: März 2013
Preis: € 16,40
ISBN: 978-3990268841
Seiten: 272
 
 
Vielen lieben Dank an Flo Wandemberg, der mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat! :)


Dienstag, 9. Juli 2013

[Rezension] "City of Ashes" - Cassandra Clare

 Dies ist der zweite Band der "Mortal Instruments-Reihe". Auch hier habe ich wieder die englische Version gelesen.
 
 
 
Inhalt:
 
Die Geschichte von Clary und Jace geht weiter. Nach dramatischen Enthüllungen des ersten Bandes muss sich die junge Clarissa nun in ihrem neuen Leben erst zurechtfinden. Dass sie sich zusätzlich darum kümmern muss, dass ihre Mutter aus dem magisch herbeigeführten Koma wieder erwacht macht die Situation auch nicht einfacher... und dann ist da noch Valentine, der schreckliche Pläne schmiedet.
 
 
Meine Meinung:
 
Der zweite Band dieser Reihe konnte mich ein wenig mehr mitreißen als "City of Bones". Besonders die Geschichte zwischen Jace und Clary ist hier ein wenig mehr ins Detail geschildert worden, was das Buch lebendiger macht. Man fiebert bis zum Ende des Romans mit den beiden Protagonisten mit und befindet sich vor allem auf den letzten Seiten in einem ständigen Zustand der Spannung.
Mehr möchte ich jetzt nicht mehr sagen, sonst besteht die Gefahr zu spoilern :)
Ich bin froh, dass mich der zweite Band mitreißen konnte und habe anschließend gleich das dritte Buch verschlungen :).
 
 
4,5 von 5 Herzen
 
englisches Taschenbuch
Autor: Cassandra Clare
Verlag: McElderry Books
Originaltitel: City of Ashes
Erschienen im: März 2009
Preis: € 9,40
ISBN:  978-1416972242
Seiten: 496
 

Donnerstag, 20. Juni 2013

[Rezension] "Muh!" - David Safier

Meine Tante ist absoluter Fan von David Safier und hat fast alle seiner Bücher bereits gelesen. Daher hat sie mir "Muh!" zum Geburtstag geschenkt und mir sehr ans Herz gelegt, einmal einen dieser Romane zu lesen.




Inhalt:
Die Ostfriesische Kuh Lolle hat eigentlich ein sehr angenehmes Leben: Sie wohnt auf einem Bauernhof, bekommt täglich ihre Futterration und verbringt die meiste Zeit mir ihren Freundinnen. Doch eines Tages wird diese Idylle gehörig ins Wanken gebracht: Lolle erwischt ihren Lebensgefährten Champion in flagranti mit der dummen Kuh Susi und zu allem Übel erfährt sie auch noch, dass der Bauer seinen Hof verkaufen und die Tiere zu Hamburgern verarbeiten möchte. Das ist zu viel für Lolle und sie beschließt das Paradies für Kühe zu suchen. Wohin wird ihr Weg sie führen? Nach Indien natürlich!
 
Meine Meinung:
Ich fand es sehr erfrischend, einmal wieder einen Roman zu lesen, dessen Protagonist(in) kein menschliches Wesen ist. Als angehende Tierärztin ist eine solche Geschichte sowieso ein Highlight für mich und wird von mir von einem ganz anderen Standpunkt aus betrachtet. Natürlich versuche ich, die Geschichten möglichst objektiv zu bewerten, um anderen Büchern gegenüber "fair" zu sein.
"Muh!" ist ein netter und lockerer Roman über die Liebe und das Leben einer Bauernhofkuh, den man ohne größere geistige Anstrengung einfach so dahinliest.
Unterhaltsam und liebenswert.



3,5 von 5 Herzen


Hardcover
Autor: David Safier
Verlag: Kindler
Originaltitel: Muh!
Erschienen im: November 2012
Preis: € 16,95
ISBN:  978-3463406039
Seiten: 336
 
 

Freitag, 31. Mai 2013

[Rezension] "Ein ganzes halbes Jahr" - Jojo Moyes

"Ein ganzes halbes Jahr" von Jojo Moyes ist der wahrscheinlich gehypteste Roman des Frühjahres 2013. Diese Begeisterung konnte ich nur teilweise nachvollziehen.




Inhalt:
 
Der 27-jährige Mann Will ist Tetraplegiker und somit an den Rollstuhl gebunden. Louisa ist eine aufgeweckte junge Dame und auf der verzweifelten Suche nach einem Job, da sie ihre Eltern finanziell unterstützen muss. So kreuzen sich die beiden Lebenswege zweier von Grund auf unterschiedlicher Menschen und das Schicksal nimmt seinen Lauf...

 
Meine Meinung:
 
Die Idee hinter der Geschichte jener beiden verbundenen Menschen ist eine außergewöhnlich schöne. Leider hatte ich ständig das Gefühl, die Handlung bereits zu kennen. Das liegt vermutlich daran, dass der Kino-Kassenschlager des letzten Jahres "Ziemlich beste Freunde" dieser Story bis auf wenige Details sehr sehr ähnlich ist.
Für alle Leser, die diesen Kinofilm noch nicht gesehen haben, ist der Roman ein potentieller 5-Sterne-Kandidat.
Mich hat diese Übereinstimmung leider doch sehr gestört, sodass ich das Buch mit nur 3,5 Herzen bewerten konnte.
 

3,5 von 5 Herzen


Taschenbuch
Autor: Jojo Moyes
Verlag: rororo
Originaltitel: Me Before You
Erschienen im: März 2013
Preis: € 14,99
ISBN: 978-3499267031
Seiten: 512
 

Donnerstag, 9. Mai 2013

[Rezension] "City of Bones" - Cassandra Clare

Wirklich aufmerksam wurde ich auf diese Reihe erst durch den Trailer des Kinofilms zum ersten Buch "City of Bones".
Da auch meine liebe Cousine Sophie von diesen Romanen absolut begeistert war, habe ich nicht lang gezögert und mir die ersten 3 Bände der Mortal-Instruments-Reihe in englischer Sprache bestellt.
 
 
 
 
Inhalt:
 
Clary Fray, ein 15-jähriges Mädchen, lebt mit ihrer Mutter in New York. Als diese von einer eigenartigen und furchteinflößenden Kreatur entführt wird, lernt Clary den Shadowhunter Jace kennen, dessen Aufgabe es ist, Dämonen zu jagen.
Bald entdeckt das junge Mädchen, dass ihre Mutter einst ebenfalls ein Mitglied der Bruderschaft war. Jetzt muss Clary alle Hebel in Bewegung setzten um sie lebend aus den Fängen der Unterwelt zu befreien.


Meine Meinung:

Oftmals erwartet man sich von einem hoch gelobten Buch etwas Großartiges und wird dann von der Geschichte, dem Schreibstil oder den Charakteren des Romanes doch ein wenig enttäuscht, weil man sich schon zu Beginn der Lektüre viel zu viel erhofft hat.
Zumindest mir ging es mit "City of bones" so.
Versteht mich bitte nicht falsch: Ich fand die Geschichte gut, interessant und durchaus spannend. Dennoch hatte ich mir einfach etwas zuviel erwartet.
Die Charaktere dieses Romans sind komplex und facettenreich. Einfach stimmig, aber ich wurde nicht so recht mit ihnen warm. Vor allem mit Jace konnte ich zu Beginn nichts anfangen. Er war mir einfach unsympathisch. Gegen Ende des Buches begann ich dann natürlich zu überlegen, ob dies von Cassandra Clare vielleicht sogar beabsichtigt war (ich möchte an dieser Stelle nicht erläutern warum, sonst müsste ich spoilern. Alle die dieses Buch schon gelesen haben, werden aber wissen was ich meine).
Die Geschichte konnte mich leider einfach nicht so berühren und überzeugen, wie sie dies bei vielen von euch sicherlich geschafft hat.
Vielleicht war auch einfach der Lesezeitpunkt für mich der falsche.

Dennoch finde ich, dass dieses Buch auf jeden Fall eine tolle und spannende Handlung hat, und ich hoffe dass mich der zweite Band dieser Reihe doch ein wenig mehr mitreißen kann.
 

4 von 5 Herzen



englisches Taschenbuch
Autor: Cassandra Clare
Verlag: McElderry Books
Originaltitel: City of bones
Erschienen im: Februar 2008
Preis: € 9,30
ISBN:  978-1416955078
Seiten: 512

Mittwoch, 8. Mai 2013

[Rezension] "Tiere" - Simon Beckett

Mir war danach, einmal wieder ein etwas anderes Buch zu lesen und so griff ich zu diesem hier:
 

 
 
Inhalt:
 
Nigel ist ein geistig benachteiligter junger Mann, der nach dem Tod seiner Eltern alleine in deren altem Pub lebt.
Er ist einsam und beginnt bald sich "Haustiere" zu halten, die jedoch gar nicht so animalisch sind. Wenn sie ihrem Herren folgen, dürfen sie sich manchmal über eine Extraportion Futter freuen. Benehmen sie sich jedoch schlecht, werden sie von Nigel grausam bestraft... außerdem liebt dieser es, mit seinen Schützlingen gemeine Spielchen zu spielen...


Mein Fazit:

Diese Geschichte ist grausam, bitterböse und abstoßend. Der Leser erfährt Grausamkeiten, an die ein gesunder Menschenverstand nicht einmal denken möchte.
Das abstruse an diesem Thriller ist, dass man mit der Zeit beginnt, mit Nigel mitzufühlen, da Simon Beckett es schafft, aufzuzeigen wie benachteiligt und unfair "behinderte" Menschen manchmal behandelt werden.
Gemeinheiten von Charakteren dieses Buches gegenüber dem Protagonisten, vermitteln dem Leser die ausweglose Situation von Nigel und erklären teilweise, warum dieser so grausam handelt.

Ein "krankes" Buch, das Thrillerfans sicherlich auf ihre Kosten kommen lässt.
 
 
 
3 von 5 Herzen

Taschenbuch
Autor: Simon Beckett
Verlag: Bild am Sonntag
Originaltitel: Animals
Erschienen im: Februar 2011
Preis: € 6,66
ISBN:  9783942656184
Seiten: 205
 

Freitag, 19. April 2013

[Rezension] "Stolz und Vorurteil" - Jane Austen

Dieses Buch stand ewig lange auf meiner Wunschliste, lag aber nur sehr kurz auf meinem SuB, und wurde binnen wenigen Tagen ausgelesen.




Inhalt:

Für Elisabeth Bennet, die im England des 18. Jahrhunderts lebt, gilt es, eine wichtige Aufgabe zu erfüllen: Sie muss einen geeigneten Ehemann finden, um sich eine gute Zukunft zu sichern. Lizzys Sturheit und ihr Stolz stehen ihr dabei jedoch oftmals im Weg und so beginnt eine verworrene Reise zwischen glänzenden Bällen, pflichtbewussten Gesellschaftstreffen und einsamen Spaziergängen, bis das junge Mädchen über ihre Vorurteile hinwegsieht und so die Liebe ihres Lebens findet.



Die Autorin:

Da jeder, der gerne liest, etwas von Jane Austen gehört haben sollte, möchte ich die Autorin vieler literarisch bedeutender Romane hier ein wenig vorstellen.

Jane Austen wurde 1775 in Steventon, Hampshire, als vorletztes von acht Kindern geboren. Ihre Familie war überdurchschnittlich geblidet und belesen, was dem Mädchen eine gute Ausbildung und Förderung einbrachte.
Bereits im zarten Alter von 12 Jahren starteten Austens erste literarische Gehversuche.

Geheiratet hat die hervorragende Autorin nie, einen Heiratsantrag hatte sie im Jahre 1802 abgelehnt. Mit 41 Jahren wurde sie schwer krank und starb in Winchester.



Meine Meinung:

Von Anfang an habe ich den Sprachstil Austens sehr gemocht. Ich finde es immer wieder schön, auch mal "anspruchsvollere" Lektüre zu lesen und in eine längst vergangene Zeit einzutauchen.
Im Laufe der Geschichte und deren Geschehnisse, beginnt man zu merken, dass die damalige Gesellschaft viel mehr Wert auf ein perfektes Auftreten und einen guten Ruf gelegt hat als dies heute der Fall ist.
Kulturell scheinen wir sogar einen Schritt zurück gemacht zu haben.

Der ganze Roman strotzt vor Ästhetik und Romantik und erzählt dennoch von einer "Rebellin", einer sehr modernen Frau, die ihr Glück sucht.

Durch den für diese Zeit typischen Schreibstil und die Gewohnheit, Personen nur bei deren Nachnamen zu nennen, ist zu Beginn die Handlung manchmal etwas verstrickt und kompliziert aufgebaut. Nach einigen Kapiteln hat man sich dann im ganzen Namens-Wirrwar endlich halbwegs zurecht gefunden.
Im Mittelteil des Romans beginnt die Geschichte ein klein wenig langatmig zu werden, weil kaum etwas passiert und nur alltägliche Banalitäten erzählt werden, sie endet dann aber in einem ereignisreichen Höhepunkt, zur vollen Zufriedenheit des Lesers.


4 von 5 Herzen
Taschenbuch
Autor: Jane Austen
Verlag: Carlsen
Originaltitel: Pride and Prejudice
Erschienen im: Juli 2012
Preis: € 9,95
ISBN: 978-3551311573
Seiten: 496
 

Sonntag, 14. April 2013

[Rezension] "Schwarzer Schmetterling" - Bernard Minier

Ich hatte mal wieder Lust auf einen Psychothriller. Da kam mir dieses Buch mit dem wunderschönen Cover gerade recht.




Inhalt:

Ein Pferd wird an einer Seilbahn in den französischen Pyrenäen ermordet und aufgeknüpft gefunden. Normalerweise ist dies kein üblicher Fall für die Mordkommission, doch der Besitzer des Hengstes ist ein reicher und sehr einflussreicher Geschäftsmann. Während der nur widerwillig ausgeführten Untersuchungen des Falles durch den Ermittler Servaz, wird nun auch ein Mensch ermordet. Servaz muss mit seinen Kollegen schnell den Fall lösen, denn es sind weitere Menschenleben in Gefahr.

Meine Meinung:

Diesen Psychothriller umgibt während des Lesens eine düstere Aura. Die Beschreibungen der Umgebung und der Leute wirkt sehr kalt und reserviert, wodurch der Autor es schafft, beim Leser ein Gefühl des Unwohlseins hervorzurufen.
Ein wenig unübersichtlich war die große Anzahl an Personen, die zuerst zwar eingehend beschrieben und in den Roman eingeführt wurden, dann aber eine eher untergeordnete bis nichtige Rolle spielten. Ein weiterer kleiner Störfaktor (für mich persönlich!!) war, dass viele französische Namen benutzt wurden (ist ja logisch, in einem Thriller eines Franzosen ;) ), die ich mir teilweise erst nach längerer Zeit gut merken konnte.
Das Cover und das Buch als solches gefallen mir von der Aufmachung her ausgesprochen gut. Vielleicht habt ihr diese Geschichte auch schon in einer anderen "Verpackung" und Außengestaltung gesehen, denn meine Version ist die Ausgabe des Weltbild-Verlags.


3,5 von 5 Herzen
 

Flexibler Einband
Autor: Bernard Minier
Verlag: Weltbild
Originaltitel: Glacé
Erschienen im: Jänner 2012
Preis: € 9,99
ISBN:  9783868007688
Seiten: 736
 

Donnerstag, 21. März 2013

[Rezension] "Legend - Fallender Himmel" - Marie Lu

Diesen Roman habe ich mir zu Weihnachten gewünscht und ihn auch von meiner Mama bekommen. Ich habe lange überlegt, ob ich ihn auf Englisch lesen soll, oder doch lieber auf Deutsch. Da ich aber in letzter Zeit so viele Romane in englischer Sprache verschlungen habe, wollte ich einfach mal wieder etwas "entspannter" lesen.




Inhalt:

June ist ein Wunderkind - sie ist die Einzige die den großen Test mit voller Punktezahl bestanden hat. Durch diese Leistung wird ihr die Ehre zuteil, zu einer Soldatin des Regimes ausgebildet zu werden. Ihr Auftrag lautet Day aufzuspüren, welcher der Regierung ein Dorn im Auge ist. Als June den Jungen findet und ihn besser kennen lernt merkt sie, dass Day gar nicht so ein schrecklicher Mensch zu sein scheint, wie ihre Vorgesetzten behaupten...

Meine Meinung:

"Legend" war einer der gehyptesten Romane des letzten Jahres. Da ich ausnahmslos begeisterte Stimmen hörte, wollte ich dieses Buch ebenfalls lesen.
Um eines Vorweg zu nehmen: ich fand die Geschichte von June und Day nicht schlecht, aber irgendwie fehlte mir das gewisse "Etwas".
Normalerweise kann ich nach dem Abschluss eines Buches den Inhalt ganz gut wiedergeben - was mir bei diesem Roman doch relativ schwer fällt. Woran es liegt? Ich weiß es selbst nicht. Die Geschichte von den beiden Jugendlichen war zwar oft sehr spannend, stellenweise habe ich aber leider absolut keine Erinnerung mehr an die Handlung, was ich sehr schade finde.
Dennoch habe ich dem Roman 4 Herzen gegeben, da ich die Idee hinter der Geschichte gut fand und hoffe, dass mich der Folgeband etwas mehr packen kann.
Vielleicht gebe ich diesem Buch ja noch eine Chance und lese es ein zweites Mal ;)


4 von 5 Herzen


Hardcover
Autor: Marie Lu
Verlag: Loewe
Originaltitel: Legend
Erschienen im: September 2012
Preis: € 17,95
ISBN:  978-3785573945
Seiten: 363
 

Dienstag, 19. März 2013

[Rezension] "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" - John Greene

Dieser Roman wurde in den letzten Monaten so sehr gehypt, dass ich nicht drum herum kam, ihn auch zu lesen und mir meine Meinung zu bilden.




Inhalt:

Die 16-jährige Hazel ist schwer krank, denn sie hat Krebs. Hazel steht ihrer Krankheit mit stoischer Ruhe gegenüber. Sie weiß, dass ihre Lebensdauer begrenzt ist und hat dies auch schon akzeptiert. Sie hasst es, bemitleidet zu werden und will auch nicht in die Selbsthilfegruppe gehen, die ihre Mutter ihr aufdrängt. Doch eines Tages begegnet sie in besagter Gruppe einem gutaussehenden Jungen namens Gus, dessen Krankheit vorerst besiegt zu sein scheint.


Meine Meinung:

Bereits beim Lesen der ersten Seite wusste ich nicht ob ich weinen oder lachen soll. Hazel erzählt ihre Geschichte mit einer Mischung aus Herzlichkeit, Abwertung und Ironie, wie man es von einem gesunden, sturen Teenager erwarten würde.
Mit ihrem Charakter hatte ich zu Beginn einige Probleme. Sie behandelt ihre Eltern manchmal recht respektlos, was bei mir auf absolutes Unverständnis trifft, da Hazels Familie ihr doch nur helfen will. Natürlich muss man Hazels Lage auch verstehen. Solange man nicht selbst in solch einer Situation war, darf man auch nicht darüber urteilen.

Dieser Roman von John Green geht an jener Stelle weiter, an welcher viele Romane enden würden. Er erzählt auch von den hässlichsten Seiten einer Krebserkrankung mit all ihren Nebenwirkungen und spricht somit ein gewisses Tabu-Thema unserer Gesellschaft an.

Leider war mir schon im ersten Drittel der Geschichte klar, auf welche Weise diese Enden wird. Aus diesem Grund der Vorhersehbarkeit und jenem, dass mir Hazels Charakter zu Beginn etwas widerstrebte, habe ich bei der Bewertung ein Herz abgezogen.

Alles in Allem ist "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" aber eine traurig-schöne Geschichte über Krankheit, Liebe und Tod.



4 von 5 Herzen


Hardcover
Autor: John Green
Originaltitel: The Fault In Our Stars
Erschienen im: Juli 2012
Preis: € 16,90
ISBN: 978-3446240094
Seiten: 288
 

Montag, 18. März 2013

[Rezension] "Saeculum" - Ursula Poznanski

Mein Monatshighlight im Jänner!



Inhalt:

Bastian macht seiner Freundin Sandra zuliebe bei einer Mittelalter-Konvention mit. Das bedeutet, dass der junge Student fünf Tage lang wie im Mittelalter leben muss. Eine Gruppe von Menschen haust dabei im tiefsten Wald ohne Strom, ohne Handy, ohne jegliche Luxusartikel - abgeschnitten von der Außenwelt.
Als wäre das für den jungen Mann nicht schon genug Aufregung, die er nur Sandra zuliebe auf sich nimmt, soll der Spielort, an dem die Konvention stattfindet, auch noch verflucht sein. Zu Beginn glaubt kaum einer der Teilnehmer an die alte Sage, die sich um den österreichischen Wald rankt, doch plötzlich verschwinden nach und nach Menschen spurlos...


Mein Fazit:

Ich weiß gar nicht, wo ich beginnen soll. Dieses Buch ist einfach der Hammer. Gleich von der ersten Seite an war ich total gefesselt von der Handlung.
Ursula Poznanski hat mit diesem Roman etwas geschaffen, das gleichermaßen von Jugendlichen sowie von Erwachsenen mit großer Begeisterung gelesen werden kann.
Die Handlung fesselt den Leser bis zur letzten Seite, birgt Wendungen, die ich nicht mal erahnen konnte und ist mit einem derartigen Geschick konstruiert, dass sie trotz komplexer und verwebter Geschehnisse nicht unübersichtlich wird.
Ein weiterer Aspekt, der mir sehr zugesagt hat, ist, dass man gleich in den ersten Zügen der Geschichte ein Gefühl dafür bekommt, welcher Charakter ein guter und welcher ein schlechter Mensch ist. Nicht jeder Autor vermag diese Sympathie/Antipathie so schnell und unterschwellig zu vermitteln.

Ich kann jedem Thriller-Fan und Lesejunkie auf der Suche nach spannendem Stoff dieses Buch nur wärmstens ans Herz legen.

Von mir wird dieser Roman jedenfalls in die "Hall of Fame" aufgenommen werden ;)


5 von 5 Herzen
 

 Broschiert
Autor: Ursula Poznanski
Verlag: Loewe
Originaltitel: Saeculum
Erschienen im: November 2011
Preis: € 14,95
ISBN: 978-3785570289
Seiten: 496

Sonntag, 17. März 2013

[Rezension] "Hana" - Lauren Oliver

Diese Kurzgeschichte von Lauren Oliver ist ein "Zusatzwerk" zur Amor-Trilogie und nur als eBook erhältlich.

 

Inhalt:

Hana ist Lenas beste Freundin. Gemeinsam gehen die beiden durch Dick und Dünn und fiebern auf ihre baldige "Heilung" hin. Mit diesem operativen Eingriff wären die zwei jugen Mädchen gegen die gefürchtetste Krankheit "Amor deliria nervosa" - die Liebe - geheilt.
Bald findet Hana jedoch Gefallen an illegalen Veranstaltungen und glaubt nicht mehr so recht, dass die Liebe eine Tödliche Angelegenheit sein soll.

Meine Meinung:

Auf nur wenigen Seiten werden einige Geschehnisse aus dem Roman "Delirium" herausgepickt und aus Hanas Perspektive erzählt. Obwohl die Kurzgeschichte stark auf dem eigentlichen Roman aufbaut, ist sie kein Abklatsch dessen, sondern überzeugt mit eigenen spannenden Geschichten und Episoden aus Hanas Leben als aufmümpfige Teenagerin.
Im Gegensatz zu Lenas Geschichte ist die von Hana sehr düster und erschreckend. Die volle Gewalt und Brutalität der Gesellschaft wird gut zum Ausdruck gebracht, was eine weitere Facette in die Amor-Trilogie bringt und sie dadurch noch ein Stückchen lebendiger und plastischer macht.


Eine weitere Kurzgeschichte zur Amor-Trilogie ist in englischer Sprache als eBook erhältlich: "Annabel" von Lauren Oliver - Die Geschichte von Lenas Mutter "Annabel" inklusive kurzem Blick in die ersten paar Kapitel des letzten Bandes der Trilogie "Requiem", der seit 5.März auf Englisch erhältlich ist.

4,5 von 5 Herzen


 eBook
Autor: Lauren Oliver
Verlag: Carlsen
Originaltitel: Hana
Erschienen im: Mai 2012
Preis: € 1,99
ASIN: B0083JCAC6
Seiten: 72
 

Sonntag, 10. März 2013

[Rezension] "Eve und Caleb - Wo Licht war" - Anna Carey

Dies ist das Buch, das ihr momentan bei meinem Gewinnspiel ergattern könnt. Ich habe mein eigenes Exemplar des Romans schon mal gelesen, um euch davon berichten zu können.

Mein Fazit vorweg: Ich bin begeistert!

Also los und schnell beim Gewinnspiel mitmachen!

 
Inhalt:
 
Eine Seuche hat fast ganz Amerika ausgerottet. Seit Eves Mutter vor 16 Jahren der schwerwiegenden Krankheit zum Opfer gefallen ist, befindet sich diese mit vielen anderen Mädchen in einem Internat und wird auf ein ehrenvolles Leben vorbereitet - denkt sie zumindest. Als Eve den wahren Grund für die Ausbildung und Erziehung in der Anstalt entdeckt, ist sie schockiert und flieht in die Wildnis. Dort trifft sie auf den jungen Rebellen Caleb. Kann Eve ihm trauen?

 
Über dieses Buch:
 
"Eve und Caleb - Wo Licht war" ist der erste Teil der "Eve-Trilogie" und der Debüt-Roman der jungen Autorin Anna Carey.
Erscheinungstermin dieser deutschen Ausgabe war Jänner 2013.
Der Originaltitel lautet schlicht: "Eve". In englischer Version ist bereits der Folgeband "Once" erschienen und der letzte Teil der Trilogie "Rise" wird im April 2013 veröffentlicht.
 
Buchtrailer zu "Eve" von Anna Carey:
 
 
 
 
Wie ich zu diesem Roman kam:
 
Üblicherweise entdecke ich neue Bücher auf Blogs, beim Stöbern in der Buchhandlung oder durch Empfehlungen von Bekannten.
"Eve und Caleb" ist ein Buch, von dem ich zuvor noch nie etwas gehört habe. Ich hätte mir diesen Roman anhand des Klappentextes womöglich auch garnicht gekauft.
Als ich vor einigen Wochen in einer großen Buchhandlung in Wien stand (natürlich voll beladen mit einer Menge Jugendromanen, die mich interessieren könnten), kam eine aufgeregte Verkäuferin auf mich zugerannt. Sie hielt dieses wunderschöne Buch in der Hand und sagte: "Ah, ich sehe, dass du gerne Jugendliteratur im Dystopie-Fantasy-Stil magst. Da hab ich was ganz tolles für dich. Normalerweise mag ich solche Genres ja nicht so gerne, aber diese Geschichte hat mich aus den Socken gerissen!"
Sie hielt mir "Eve und Caleb" hin, und da ich durch ihren "Überfall" derart perplex und überrascht war, sagte ich nur: "Danke", nahm das Buch und ging damit zur Kassa.
Und gut war´s! Von selbst hätte mich der Klappentext vermutlich nicht überzeugt, aber das Buch ist wirklich spitze.
 
Mein Fazit:
 
Ich wundere mich oft, dass Autoren die Gabe haben, immer wieder neue und wunderbare Geschichten zu erfinden, obwohl über jedes Thema schon viele Romane und Bücher geschrieben worden sind.
Genauso erging es mir zu Beginn bei diesem Plot. Ich war etwas skeptisch, ob mir die Story von Eve gefallen würde, zumal ich einige Rezensionen gelesen habe, die dieses Buch doch recht negativ bewerten.
Ich finde die Geschichte von Eve und Caleb wunderschön. Vielleicht ein bisschen idealisiert (Caleb ist ein "Traummann" wie man ihn im richtigen Leben kaum finden würde) aber auf keinen Fall übertrieben und kitschig.
Speziell das letzte Drittel des Romans konnte mich wirklich fesseln. So habe ich das Buch in der Nacht vor einer wichtigen Prüfung zu Ende gelesen (ich konnte es einfach nicht weglegen - da half auch kein schlechtes Gewissen oder die Müdigkeit).
Und auch eine kleine Träne musste ich zum Schluss wegblinzeln ;)
 
Ich freue mich schon sehr auf die deutschen Übersetzungen von "Once" und "Rise"!
 
 
 4,5 von 5 Herzen
Taschenbuch
Autor: Anna Carey
Verlag: Loewe
Originaltitel: Eve
Erschienen im: Jänner 2013
Preis: € 8,95
ISBN: 978-3785571033
Seiten: 299
 

Freitag, 22. Februar 2013

[Rezension] "Ein Doktor und ´ne Menge Vieh" - Nicki Schirm

Ein Buch, geschrieben von einem Landtierarzt. Eine Sammlung aus interessanten, skurrilen und schönen Geschichten über kleinere und größere Tiere.




Der Autor:

Der Hesse Nicki Schirm ist seit über 20 Jahren erfolgreicher Landtierarzt. Gemeinsam mit seiner Gattin lebt er in Langenselbold in einer alten Mühle, die liebevoll zu einem gemütlichen Heim umgestaltet wurde.
Schirm ist vielen Menschen aus der VOX-Dokusoap "Menschen, Tiere und Doktoren" bekannt, wo er in 120 Sendungen mitwirkte.

Stil:

In mehreren Kapiteln erzählt der beliebte Landtierarzt viele verschiedene Geschichten, die ihm im Laufe seiner Karriere widerfahren sind.
Obwohl vom Autor immer jeweils einige Geschichten zu einem Kapitel zusammengefasst wurden und die verschiedenen Geschehnisse auch selten miteinander in Verbindung stehen, zieht sich der Handlungsstrang durch den ganzen Roman und bildet eine geschlossene Erzählung.
Es ist also wenig empfehlenswert, mitten im Buch zu Lesen zu beginnen, oder auch einzelne Kapitel herauszufassen.

Mein Fazit:

Locker und lässig erzählt der Tierarzt von seinen Erlebnissen. Der Leser wird in den Alltag eines Veterinärmediziners entführt und erfährt, was es bedeutet rund um die Uhr für seine Patienten da zu sein. Nicki Schirm geht auf jeden seiner Patienten ein, wirkt beruhigend und schafft es auch meist, stressige und gefährliche Situationen zu entschärfen.
Auch ein Tier will verstanden und mit Respekt behandelt werden. Dass dies nicht immer gut klappt und der Patient auch mal seinen Arzt maßregelt, wird in einigen Geschichten des Autors ebenfalls deutlich.
Ich finde es sehr gut, dass Herr Schirm auch von seinen "Niederlagen" erzählt. Es liegt in der Natur, dass nicht immer jede Therapie auf Anhieb anschlägt und dass nicht jedes Tier auch kooperiert beziehungsweise gerettet werden kann.
Lustige Anekdoten kommen in diesem Buch ebenfalls nicht zu kurz: so is der Leser manchmal doch sehr erstaunt, welche Möglichkeiten und Kniffe manche Bauern und Patientenbesitzer sich ausgedacht haben, um störrische Pferde oder Kühe zum stillhalten zu bewegen.

Als Studentin der Veterinärmedizin ist ein solches Buch für mich etwas Besonderes.
Da mein Arbeitsgebiet momentan noch stark auf dem Bereich der Kleintiermedizin liegt, war es sehr interessant, etwas mehr über den Alltag eines Großtierpraktikers zu erfahren.

Leider fand ich jedoch die Sprache, in der die Geschichten verfasst wurden, nicht sehr berauschend. Ein einfacher Schreibstil ist an sich nichts schlechtes, doch mehrmalige Wortwiederholungen und ein manchmal ewas plumper Erzählstil störten ein Wenig mein Lesevergnügen.


3 von 5 Herzen


 Taschenbuch
Autor: Nicki Schirm
Verlag: Rowohlt
Originaltitel: Ein Doktor und ´ne Menge Vieh
Erschienen im: September 2012
Preis: € 8,99
ISBN: 978-3499629532
Seiten: 304
 

Donnerstag, 21. Februar 2013

[Rezension] "The Maze Runner" - James Dashner

"The Maze Runner" ist der Auftakt zu einer Trilogie, von dem ich durch eine Youtuberin erfahren habe. Besonders interessant fand ich, dass der Protagonist zur Abwechslung mal ein Junge war.




Inhalt:
 
Der 16-jährige Thomas wacht inmitten einer seltsamen Lichtung auf, die von einem riesigen Labyrinth umgeben ist. Seine Leidensgenossen sind weitere 50 Jungen, die ebenfalls von ihrem früheren Leben außer ihren Namen nichts wissen.
Das Ziel der seltsamen Gemeinschaft ist es, ihrer Gefangenschaft zu entkommen. Der einzige Weg in die Freiheit scheint über das Labyrinth zu führen, das in der Nacht jedoch von grausamen und gefürchteten Monstern besiedelt wird.
Wer hat Thomas und seine Kollegen in diese Situation gebracht und werden sie es schaffen, einen Weg aus dem Labyrinth zu finden?
 
Mein Fazit:
 
Eine erfrischende Tatsache ist, dass der Protagonist dieses Romans ein Junge ist. Meist findet man in der Jugendliteratur hauptsächlich weibliche Heldinnen. Umso toller finde ich daher, dass auch männliche Leser bei diesem Buch voll auf ihre Kosten kommen.
Natürlich werden im Laufe der Geschichte sehr viele Fragen aufgeworfen: Wer hat das Labyrinth gebaut, Zu welchem Zweck werden die Jungen gefangen gehalten, und so weiter...
James Dashner versteht es, einzelne Handlungsstränge des Romans geschickt miteinander zu verknüpfen und somit eine spannende Geschichte zu gestalten.
Man fiebert mit Thomas mit, und ist brennend daran interessiert, ob dessen Vermutungen über sein früheres Leben stimmen.
Leider wurde ich zu Beginn der Geschichte nicht so richtig mitgerissen und auch im Laufe der Handlung gab es immer wieder Stellen, an denen die Spannung stark abflaute und somit das Lesevergnügen etwas gemindert wurde.
Der Autor konnte mich jedoch gegen Ende des Romans wieder in seinen Bann ziehen und auch der Schluss der Geschichte birgt eine Wende im Plot, sodass ich mir bald den zweiten Teil der Trilogie zulegen werde.
 
Trotz spannender und gut durchdachter Handlung konnte mich der Roman nicht vollkommen überzeugen und erhält daher sehr gute 3,5 Herzen (mit aufsteigender Tendenz).
 


3,5 von 5 Herzen


englisches Taschenbuch
Autor: James Dashner
Verlag: Ember
Originaltitel: The maze runner
Erschienen im: August 2010
Preis: € 7,00
ISBN: 978-0385737951
Seiten: 400
 

Dienstag, 11. Dezember 2012

[Rezension] "Das Flüstern der Toten" - Stephen Woodworth

Vor einigen Jahren habe ich mir dieses Buch gekauft, weil mich der Inhalt total angesprochen hat. Irgendwie hat für mich die Stimmung dann aber leider nie gepasst und so stand der Roman lange Zeit im Regal... hätte ich gewusst, wie gut mir diese Geschichte gefallen wird, hätte ich sie schon viel eher gelesen!





Inhalt: 

Sie haben violette Augen und sie haben eine besondere Gabe: sie können auch nach ihrem Tode mit ihren Kollegen kommunizieren und so Mörder entlarven. Auf der Welt gibt es jedoch nur ganz wenige von ihnen und ein Psychopath hat es sich zur Aufgabe gemacht, jeden einzelnen von ihnen auszulöschen.

Stil: 

Dieser Roman gliedert sich in 39 Kapitel und erzählt die Geschichte von Dan und Natalie, den beiden Protagonisten, aus der Perspektive eines auktorialen Erzählers.

Mein Fazit:

Dieser Roman hat mich sehr überrascht. Die Geschichte ist durchwegs sehr spannend gestaltet, die Charaktere sind komplex und sympathisch.  
Die sich immer wieder wendenden Geschehnisse in der Handlung fesseln den Leser und bringen doch ständig neue Aspekte in die Jagd nach dem Violetten-Killer ein.
Woodworth hat die Verbindung von Thriller und Mystery-Roman geschickt eingefädelt und somit ein sehr lesenswertes Buch geschaffen. 


4 von 5 Herzen

 Taschenbuch
Autor: Stephen Woodworth
Verlag: Heyne
Erschienen im: August 2006
Preis: (nicht mehr im Verkauf)
ISBN: 978-3453403758
Seiten: 384


Sonntag, 9. Dezember 2012

[Rezension] "Was wir von der Liebe verstehen" - Elke Naters und Sven Lager

Dieses Buch hat ein unheimlich schönes Cover, welches aber rein garnichts mit der Geschichte darin zu tun hat.


"Was wir von der Liebe verstehen" - Elke Naters und Sven Lager
 


Inhalt:

Das Ehepaar Elke Naters und Sven Lager erzählt seine eigene Geschichte von der Liebe: eine Geschichte, die nicht verschönt ist, nicht schnulzig, nicht idealisiert und auch nicht immer einfach. Aber sie existiert, die Liebe. In ihrer simplen und einzigartigen Form, ohne Kompromisse.


Stil:

Abwechselnd erzählen die beiden Autoren des Buches, die nebenbei bemerkt seit Jahren eine (mehr oder weniger) glückliche Ehe miteinander führen, die Geschichte ihrer Liebe.
Verschiedene Themenbereiche werden dabei aufgegriffen und von beiden Seiten beleuchtet, sodass man sich gut in die jeweilige erzählende Person hineinversetzten kann.


Mein Fazit:

Nachdem ich in den letzten Monaten viele Liebes- beziehungsweise Teenieromane gelesen habe, in denen die Liebe fast immer simpel und äußerst romantisch beschrieben wird, war es angenehm, mal wieder auf den "Boden der Realität" zurückgeholt zu werden.
Dem Leser wird vor Augen geführt, dass die Liebe zwischen zwei Menschen zwar großartig sein kann, aber nur in den allerseltensten Fällen ohne Anstrengung und Arbeit von beiden Partnern funktoniert.
Leider denke ich, dass die Autoren ihre Geschichte spannender hätten erzählen können. Das Buch greift wie bereits erwähnt verschiedenste Themengebiete rund um Liebe und Partnerschaft auf und handelt diese sehr distanziert und meines  Erachtens etwas zu objektiv ab, ohne Emotionen dabei transportieren zu können. Ich denke nicht, dass dies eine gute Basis für eine Story ist, in der es um die Liebe geht.



2,5 von 5 Herzen


Taschenbuch
Autor: Elke Naters und Sven Lager
Verlag: btb
Originaltitel: Was wir von der Liebe verstehen
Erschienen im: Juli 2010
Preis: € 8,95
ISBN:  978-3442740895
Seiten: 208

Dienstag, 13. November 2012

[Rezension] "Die Hexe von Portobello" - Paulo Coelho

Dieses Buch hatte ich mir vor ewigen Zeiten von meiner Mama ausgeborgt, weil so viele Menschen sehr begeistert davon waren... Leider konnte ich das nicht nachvollziehen...


"Die Hexe von Portobello" - Paulo Coelho


Inhalt: 

Shirin alias Athena ist eine junge Frau, die als Baby adoptiert wurde. Sie merkt sehr schnell, dass sie anders ist als ihre Familie und Freunde, denn sie hat manchmal Vorahnungen, die ihr die Zukunft offenbaren. Athena findet Menschen die ihr beibringen, wie man sich durch Tanz oder Kalligraphie in Trance versetzen kann.
Die junge Frau hat eine sehr polarisierende Persönlichkeit, was ihr nicht nur Freunde beschert. Als Athena beginnt, eine Gruppe von Menschen zu "unterrichten", läuft die ganze Sache aus dem Ruder... doch die kluge Shirin hat eine Lösung parat...


Stil:

Der Roman ist eigentlich eine Art Biographie und handelt von einer jungen Frau, die wirklich existiert haben soll. Verschiedene Menschen kommen im Zuge dieses Buches zu Wort und bilden so mit ihren einzelnen Aussagen und Erzählungen über Athenas Leben ein Gesamtwerk, das die Protagonistin vom Jugend- bis ins frühe Erwachsenenalter beschreibt.
Sowohl ihre Eltern, als auch Studien- und Arbeitskollegen schildern die Geschehnisse, die sie mit Athena verbunden haben.
Dadurch wird der Charakter der Protagonistin gut beschrieben, unter anderem, da nicht alle Erzähler Athena mochten und somit die Geschichte auch nicht beschönigt wird.


Mein Fazit:

Ich bin mit einigen Erwartungen an diesen Roman von Paulo Coelho herangegangen, da ich schon von vielen Leuten gehört habe, wie sehr ihnen dieses Buch gefallen hat.
Leider muss ich sagen, dass mir von den drei Büchern, die ich bisher von Coelho gelesen habe (Veronika beschließt zu sterben, Elf Minuten und die Hexe von Portobello) eben dieses hier am wenigsten gefallen hat.
Ich konnte mit Athena nicht richtig warm werden, weil mir ihre Person zutiefst unsympathisch war und weil mir die Esoterik, die eine große und ständige Thematik in diesem Werk ist, in diesem Ausmaß leider nicht zusagt.
Dieses Buch sollte auch nicht in die Sparte "Romane" fallen, da es eher eine Biografie darstellt, wie der Autor selbst in seinem Vorwort erwähnt.
Der beste und herausragendste Teil an dieser Geschicht ist der Schluss, der wirklich gut durchdacht ist und sehr plötzlich und überraschend kommt.


2 von 5 Herzen


Broschiert
Autor: Paulo Coelho
Verlag: Diogenes
Originaltitel: A Bruxa de Portobello
Erschienen im: März 2009
Preis: € 9,90
ISBN: 978-3257239324 
Seiten: 304

Donnerstag, 8. November 2012

[Rezension] "Pandemonium" - Lauren Oliver

Nachdem ich von "Delirium" so begeistert war, musste ich natürlich sofort auch den Folgeroman "Pandemonium" verschlingen...


"Pandemonium [Chaos, Wirrnis, Tumult]" von Lauren Oliver


Inhalt:

Lena ist ihrem alten Leben entflohen - mit Alex. Doch dieser hat es leider nicht über die Grenze geschafft. 
Jetzt beginnt das neue Leben der Protagonistin in der "Wildnis". Es ist geprägt von Arbeit, Krankheit und Flucht, doch Lena ist jetzt stärker als je zuvor und schließt sich einer Widerstandsbewegung an... Ein Auftrag führt sie zurück in die Stadt, wo sie nach Alex sucht, denn sie will nicht wahrhaben, dass er wirklich tot sein soll...

 
Stil:

Das 400-seitige Buch umfasst 25 Kapitel, die abwechselnd von "Damals" und "Heute" im Leben der Protagonistin erzählen. So bekommt man direkt vor Augen geführt, welchen Wandel die Persönlichkeit von Lena nach ihrer "Befreiung" vollzieht.


Mein Fazit:

Nachdem der Vorgängerroman "Delirium" einen derartigen Cliffhanger am Ende des letzten Kapitels eingebaut hatte, musste ich natürlich "Pandemonium" so bald wie möglich lesen. Es hat mich hin und wieder doch sehr gereizt, einfach die englische Ausgabe zu kaufen, doch da schlug mal wieder der Monk die "Ästhetin" in mir durch... Ich kann doch nicht zwei Bücher der selben Reihe mit verschiedenen Covers im Regal stehen haben ;) . So musste ich sehnsüchtig auf November warten. Und das warten hat sich auf jeden Fall gelohnt!

Ich war zu Beginn doch etwas skeptisch, ob Pandemonium mit Delirium mithalten kann, doch nicht nur das: meiner Meinung nach, hat es den ersten Teil der Trilogie sogar noch übertroffen.
Ungefähr hundert Seiten des Beginns waren nicht so übermäßig spannend, doch ab dann steigerte sich der Lesegenuss um Meilen!
Ab Lenas Verwicklung in die Aufstandsbewegung konnte ich das Buch kaum noch weglegen, was mir eine sehr lange Nacht bescherte.
Wie es in einer guten Bücherserie natürlich sein muss, lässt auch "Pandemonium" seinen Leser mit dem dringenden Verlangen zurück, so bald als möglich die Fortsetzung zu verschlingen.
Leider erscheint der dritte und letzte Band "Requiem" voraussichtlich erst im Frühjahr 2013 in englischer Sprache... also dauert es noch um einiges länger, bis ich ihn auf deutsch kaufen kann *seufz*...


5 von 5 Herzen


 Hardcover
Autor: Lauren Oliver
Verlag: Carlsen
Originaltitel: Pandemonium
Erschienen im: November 2012
Preis: € 17,90
ISBN: 978-3551582843
Seiten: 400